Presse

HERITAGE, Ausgabe Nr. 1/2016, Seite 52f

Der Kunsthändler als Kurator

KUNKEL FINE ART – Passion und Anspruch als Leitgedanke des Kunsthandels

Ludwig Passini (1832-1903), Anna Passini auf dem Balkon des Palazzo Priuli in Venedig (um 1866)
Ludwig Passini, 1832-1903
Anna Passini auf dem Balkon des Palazzo Priuli in Venedig, um 1866
Aquarell auf Papier auf Karton, 56,5 x 41 cm, Rechts unten signiert

Der visuelle Funke muss über­springen“, beschreibt der Münch­ner Kunsthändler Alexander Kunkel das Gefühl, wel­ches ihn beim Erwerb bzw. Verkauf eines Kunstwerks leitet. „Denn nur, wenn ich selbst Feuer und Flamme für ein Objekt bin, überträgt sich meine Begeisterung auch auf meine Kun­den.“ Hierbei handelt es sich um Privatsammler, Händlerkollegen so­wie Museen in Europa und den USA. Viele von ihnen hat der promovierte Kunsthis­toriker bereits während des Studiums kennengelernt, in dem er früh Erfahrungen im internationalen Kunsthandel sammelte.

Valentin Ruths (1825-1905), Ziegelhütten im Sabinergebirge (1867)
Valentin Ruths, 1825-1905
Ziegelhütten im Sabinergebirge, 1867
Öl auf Leinwand, 100 x 158,5 cm Rechts unten signiert

2012 machte der damals 32-jährige seine Passion zum Beruf und gründete KUNKEL FINE ART. Der Schwer­punkt liegt auf dem An- und Verkauf sowie der Vermittlung von Zeichnungen, Gemälden und Skulp­turen des 19. bis mittleren 20. Jahr­hunderts. Freilich ist persön­li­cher Geschmack nur eines von vielen Kri­terien, die Kunkel bei der Auswahl der von ihm angebotenen Kunst­wer­ke berücksichtigt. Tadello­se Pro­ve­nienz, ausgezeichneter Er­hal­tungs­zu­stand und hohe künstleri­sche Qua­li­tät sind ihm mindestens genauso wichtig. Schließlich möch­te er mit seinem Programm vor allem auch international renommierte Kunst­hi­sto­riker, Kuratoren und Mu­seums­di­rek­toren überzeugen.

Adolph Menzel (1815-1905), Studie eines nach vorne gebeugten Mannes (1878)
Adolph Menzel, 1815-1905
Studie eines nach vorne gebeugten Mannes, 1878
Bleistift auf Papier, 20,6 x 13,2 cm, Links unten monogrammiert und datiert

Neben dem regulären Kunst­han­del zeigt Kunkel daher jährlich eine Son­der­aus­stel­lung in seinen Räum­lich­keiten, deren Thema er ein bis zwei Jahre vorher festlegt. „Nur so bleibt mir genügend Zeit, um nach Werken Ausschau zu halten, die sich in der Zusammenstellung zu einem inhaltlich wie ästhetisch stimmigen Ganzen fügen und den Charakter einer musealen Kabinettausstellung haben.“ Dieses Konzept verfolgt er auch bei der Gestaltung seiner Stände auf Kunstmessen. „Der Besucher soll auf den ersten Blick erkennen, dass die Objekte miteinander kom­mu­ni­zie­ren und bewusst für die jeweilige Präsentati­on ausgewählt worden sind.“ Mit dieser Idee hat sich Kunkel nicht zuletzt auch in Kollegenkreisen Anerkennung erworben.

Franz von Stuck (1863-1928), Amazone (1897)
Franz von Stuck, 1863-1928
Amazone, 1897
Bronze, Höhe 36 cm (mit Sockel 65 cm)
Bezeichnet am Sockel vorn: FRANZ STVCK Gießermarke am Sockel hinten: GUSS C. LEYRER MÜNCHEN Modell 1897; Guss vor 1906

Nachdem er 2014 erstmals auf den HIGHLIGHTS – Inter­nationale Kunst­messe München vertreten ge­we­sen ist, wurde er 2015 in den Arbeitskreis der Aussteller auf­ge­nom­men und zählt ab 2016 zu den Geschäftsführern von Deutschlands schönster Kunstmesse.

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