Informationen

Hoetger, Bernhard
Spielendes Kind

1900/01
Bronze
15 x 25,5 x 14,5 cm
Rückseitig links signiert und bezeichnet: „B. Hoetger/Paris“

Literatur:
Graphisches Kabinett Kunsthandel Wolfgang Werner: Bernhard Hoetger 1874-1949. Plastiken aus den Pariser Jahren 1900-1910. Bremen 1977, Nr. 5

 

Im Jahr 1900 unternimmt der an der Düsseldorfer Akademie studierende Bernhard Hoetger eine Exkursion zur Pariser Weltausstellung. Die Berührung mit den Werken von Auguste Rodin wird zum Schlüsselerlebnis für den jungen Bildhauer. Er entscheidet sich spontan dazu, sein Studium in der französischen Kunstmetropole fortzusetzen. Dort kommt Hoetger mit dem einflussreichen Kunstschriftsteller und Kunsthändler Julius Meier-Graefe in Berührung, der die avantgardistische Kunsthandlung La maison moderne betreibt. Meier-Graefe nimmt Hoetger unter Vertrag und veranlasst den Guss seiner Plastiken in Bronze, um sie in seiner Galerie zum Kauf anzubieten. Wenig später erlangt Hoetger unter den ausländischen Künstlern in Paris große Bekanntheit. Den Höhepunkt seines Aufenthaltes an der Seine markiert eine Ausstellung mit 50 Bronzen, die 1905 in den Schauräumen der Gießerei Blot zusammen mit Werken von Camille Claudel, der Geliebten und Schülerin Auguste Rodins, gezeigt werden. 1907 erwirbt das Musée du Luxembourg (heute Musée d’Orsay) einen weiblichen Torso Hoetgers, der 1909 nach Deutschland zurückkehrt und dort zu einem der wichtigsten deutschen Bildhauer der frühen Moderne avanciert.

Preis auf Anfrage

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