Achenbach, Oswald
Verfügbare Werke
Biografie
1827 – Düsseldorf – 1905
Oswald Achenbach zählt zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, deren Entwicklung er als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie von 1863 bis 1872 maßgeblich beeinflusste. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Andreas, der sich ebenfalls als Landschaftsmaler einen Namen machte, widmete Oswald seine künstlerische Schaffenskraft in erster Linie der italienischen Landschaft. Insgesamt sieben Studienreisen führten Achenbach in das „Land, wo die Zitronen blühn“.
Zwischen Juli und Oktober 1845 bereiste der Künstler gemeinsam mit seinem Freund und späteren Schüler Albert Flamm sowie einigen Studienkameraden Oberitalien und machte Station unter anderem in Verona und Venedig. Fünf Jahre später, im Juli 1850, brachen die beiden Freunde für die Dauer der Sommermonate zu einer größeren Italienreise auf, die sie über Nizza und Genua erstmals nach Rom führte. Während verschiedener Erkundungsreisen ins Umland lernte Achenbach unter anderem Tivoli, Palestrina, die Albaner und Sabiner Berge sowie Olevano Romano kennen, wo man mit einigen Künstlerkollegen – unter ihnen Arnold Böcklin, Ludwig Thiersch und Heinrich Dreber – zusammentraf. Zurück in Rom kam die Gruppe oftmals gesellig in einer Weinstube nahe der Fontana di Trevi zusammen, nachdem man die Tagesstunden gemeinsam mit dem Malen und Zeichnen der Umgebung verbracht hatte. Skizzen, Aquarelle und Ölstudien, in denen er Farbcharakteristik sowie natürliche Licht- und Schattenverteilung der Landschaft studierte, fertigte Achenbach auf jenen Tagesausflügen pleinair an – sie dienten ihm als Grundlage und Erinnerungsskizzen für die Ausführung seiner großformatigen, später jedoch oft stark abgewandelten Bildkompositionen. 1857 reiste der Künstler erneut für die Sommermonate nach Italien. Im Anschluss an einen Aufenthalt in Rom führte ihn seine Route nach Neapel, von wo aus er Ende August nach Capri aufbrach, um dort für mehrere Wochen zu malen. 1871 hielt er sich, begleitet von seiner Familie, für acht Monate in Italien auf, von denen er mindestens drei am Golf von Neapel verbrachte. Es sind längere Aufenthalte in Sorrent, Castellamare, Amalfi und Atrani, auf Capri und Ischia dokumentiert.
Italien war für Achenbach wie für zahlreiche Künstlerkollegen vor und nach ihm Ideal und Wirklichkeit zugleich. Seine Bildthemen nähren sich zu gleichen Teilen aus einer arkadischen Vorstellung von Landschaft und italienischem Volksleben, das sich ihm in einer eigentümlichen Verbindung aus Einfachheit, Anmut und Stolz darbot.
PDF Download
