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Meyerheim, Paul

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Meyerheim, Paul

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Meyerheim, Paul

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Biografie

Paul Meyerheim

1842 – Berlin – 1915 

Paul Meyerheim ist einer der bedeutendsten Tiermaler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schon als Akademiestudent debütiert er 1860 im Alter von 18 Jahren auf der Berliner Kunstausstellung mit einem Gemälde, das seinen künstlerischen Werdegang vorausahnen lässt: Interieur mit Hund (Albertinum Dresden). Ein Jahr später entsteht die Zirkusvorstellung (Nationalgalerie Berlin). Eine Szenerie, in der die exotische Tierschau mit dem staunenden Publikum zusammengeführt wird. 1866 wird Meyerheim auch außerhalb Deutschlands bekannt, als er für sein Werk Menagerie im Pariser Salon eine Goldmedaille erhält. Mit stark narrativ angelegten Bildern wie diesen eröffnet er dem Genre neue Perspektiven und etabliert sich gleichzeitig als dessen prominentester Vertreter.

1865/66 hält sich Meyerheim in Frankreich auf, um den Realismus eines Gustave Courbet und die neue Landschaftsauffassung der Schule von Barbizon zu studieren. In den folgenden Jahren betätigt er sich intensiv als Landschaftsmaler, vor allem unter dem Eindruck mehrerer Reisen in die Alpen, die er zuweilen in Begleitung seines Mentors und Freundes Adolph Menzel unternimmt. Mit breiten, harten Pinselstrichen bringt Meyerheim 1875 die Schroffheit der Felsen in dem Gemälde Ochsengespanne in einem Steinbruch zum Ausdruck, 1878 entsteht sein Werk Kohlenmeiler im bayerischen Gebirge. Spätere Reisen führen ihn nach Italien und Ägypten.

Seit den 1870er Jahren ist Meyerheim in Berlin künstlerisch wie gesellschaftlich etabliert. Er wird für dekorative Wand- und Deckengemälde herangezogen und führt zwischen 1873 und 1876 im Auftrag des Eisenbahnmagnaten August Borsig sieben große Tafeln zur Lebensgeschichte der Lokomotive (Märkisches Museum Berlin) aus. Neben Menzels Eisenwalzwerk (Nationalgalerie Berlin) gilt der Zyklus als wichtiger Beitrag der Berliner Schule zur Entwicklung der frühen Industriemalerei.

Meyerheims bevorzugtes Sujet bleibt die Tierwelt, die er zeitlebens im Berliner Zoo studiert. Dies prädestiniert ihn für die Illustration der ersten Bände von Brehms Tierleben (1864-1869). Als Maler gehört Meyerheims Vorliebe den Affen, denen er nicht selten menschliche Züge zugesteht. Daneben zählen Löwen zu seinen wichtigsten Motiven. Oft schildert er sie in der Gefangenschaft zoologischer Gärten, meist jedoch zeigt er sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum, den Steppen- und Savannenlandschaften. Anknüpfend an seine frühen Arbeiten greift Meyerheim wiederholt das Thema der Menagerie- und Schaubudenbilder auf. Diese Werke leben von der anatomischen Exaktheit der Tiere sowie der psychologischen Beobachtung der Menschen. Charakteristisch für Meyerheims pittoreske Kompositionen sind ein unterschwelliger Humor und ein ausgeprägter Detailrealismus, der ihn mit Menzel verbindet.

Als Meyerheim 1887 die Leitung der Tierklasse der Berliner Hochschule für bildende Künste übernimmt, gehört das Studium im Zoo auch für seine Studenten zum Pflichtprogramm. Zu seinen berühmtesten Schülern zählen August Gaul und Wilhelm Kuhnert. Beide knüpfen an Meyerheims künstlerisches Erbe an und führen es in die Moderne.