Informationen

Kirchner, Ernst Ludwig
Sitzende Frau im Tub

um 1910/13
Tuschfeder auf Velin
52 x 34 cm
Verso Schale mit Früchten, Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570b) und Registriernummer „F BE / Bg 41“

Provenienz:
– Nachlass Kirchner, Davos
– Kunsthandlung Alt, Hamburg

 

Als Mitbegründer und treibende Kraft der von 1906 bis 1913 bestehenden Künstlergruppe Brücke war Ernst Ludwig Kirchner maßgeblich an der Entwicklung des deutschen Expressionismus beteiligt. Charakteristisch für sein in technischer wie ästhetischer Hinsicht singuläres Oeuvre ist die permanente Suche nach einem unverwechselbaren Stil. Zu dessen Konstanten zählt die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur, insbesondere in Gestalt weiblicher Akte.

1911 lernte Kirchner die Tänzerin Erna Schilling kennen, die wenig später seine Lebensgefährtin wurde und ihm häufig Modell stand. Im vorliegenden Werk hat er sie in seinem mit afrikanischen Artefakten geschmückten Berliner Atelier in einem Badezuber kauernd aus leicht nach unten gerichtetem Blickwinkel festgehalten. Für die mit dynamisch-impulsivem Strich zu Papier gebrachte Zeichnung verwendete der Künstler Rohrfeder und Tusche. Hierdurch legte er sich eine schnelle, kaum Korrekturen zulassende Arbeitsweise auf. Sie zwang ihn sich auf das Wesentliche der Darstellung zu konzentrieren, wobei der Betrachter einen lebhaften Eindruck von der rauschhaft-ekstatischen Stimmung Kirchners während des Arbeitsprozesses gewinnt.

 

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