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Ufer bei Sirmione am Gardasee
Greiner, Otto

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Otto Greiner - Nannina Greiner
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Nannina Greiner

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Otto Greiner - Fliehender Faun
Greiner, Otto

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Biografie

Otto Greiner

1869 Leipzig – 1916 München

Otto Greiner absolviert zunächst eine Ausbildung zum Lithographen in seiner Heimatstadt Leipzig, bevor er dank eines Stipendiums 1888 an die Kunstakademie nach München geht. Eine dort gezeigte Ausstellung mit Werken Max Klingers wird für ihn zum Schlüsselerlebnis und weckt in ihm den Wunsch, den bereits weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Künstler persönlich kennenzulernen. 1891 sucht er ihn in Rom auf, freundet sich mit ihm an und genießt bald seine Unterstützung. Ihre Verbindung wird von der Kunstkritik oft als Lehrer-Schüler-Verhältnis ausgelegt, eine Deutung, gegen die sich jedoch beide Künstler verwahren.

Wie vor ihm die Deutschrömer, so findet auch Greiner in Italien seine zweite Heimat. Seit 1898 lebt er dauerhaft in Rom, übernimmt Klingers ehemaliges Atelier in direkter Nachbarschaft zum Kolosseum und genießt innerhalb der deutschen Künstlerkolonie großes Ansehen. 1915 zwingt ihn indes der Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg zur Rückkehr nach München, wo er 1916 an den Folgen einer Lungenentzündung stirbt.

Obwohl Greiner seiner künstlerischen Veranlagung nach eher Graphiker und Zeichner ist, versucht er sich vor allem auch als Maler zu profilieren. Seine monumentalen Gemälde greifen meist mythologische Sujets auf und zeigen vornehmlich Akte in südlicher Landschaft (z.B. Odysseus und die Sirenen (ehemals Museum der bildenden Künste, Leipzig), Herkules bei Omphale (Staatsgalerie, Stuttgart) oder Prometheus (National Gallery of Canada, Toronto)). Unzählige Studien in Feder, Kohle, Rötel, Gouache und Farbstift bezeugen nicht nur ungemeine Akribie bei der Vorbereitung, Aneignung und Bewältigung der Bildmotive, sondern auch stupendes handwerkliches Können und wohlüberlegten Einsatz zeichnerischer Mittel. Wie kaum ein zweiter Künstler seiner Zeit findet Greiner daran Gefallen, den menschlichen Körper in kompliziertesten Ansichten darzustellen, weshalb in seinen vortrefflichen Bildnis- und Aktzeichnungen die Essenz seines Künstlertums gesehen werden kann.