Verfügbare Werke

Piglhein, Bruno

Ägyptische Schwerttänzerin

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Biografie

Bruno Piglhein

1848 Hamburg – 1894 München

Nach Abschluss einer Bildhauerlehre in Hamburg und Dresden wendet sich Bruno Piglhein dem Studium der Malerei zu, das ihn über Weimar nach München führt. Dort etabliert er sich im offiziellen Kunstbetrieb, wird 1886 Professor an der Münchner Kunstakademie, 1889 Präsident der Münchner Glaspalastausstellung und 1892 Erster Vorsitzender der Münchner Secession. Piglheins Oeuvre ist sowohl stilistisch als auch thematisch breit gefächert und lässt einen eigenwilligen künstlerischen Charakter erkennen, dem prominente Kollegen und Kritiker Anerkennung zollen.

In Anlehnung an Hans Makart oder Arnold Böcklin beschäftigt sich Piglhein zu Beginn seiner Karriere mit mythologischen Stoffen. Unter dem Eindruck eines Pariser Studienaufenthaltes in den frühen 1880er Jahren verlegt er sich jedoch auf Damen- und Kinderbildnisse nach dem Vorbild der französischen Salonmalerei. Zeitgleich entstehen Darstellungen von Pierrots und Pierretten.

Durch die Vervielfältigung der virtuos in Tusche, Pastellkreide und Öl ausgeführten Werke als Kunstdrucke wird Piglhein rasch bekannt und empfiehlt sich als Porträtmaler der gehobenen Gesellschaft. Wie ein Kontrapunkt hierzu stehen seine Darstellungen von Menschen aus exotischen Kulturkreisen, beispielsweise ägyptische Schwerttänzerrinnen, orientalische Opiumraucherinnen oder Nubierinnen mit Orang-Utans. Piglheins Gemälde auf dem Gebiet der religiösen Malerei präsentieren sich als realistisch bzw. symbolistisch aufgefasste Historienbilder. Zuweilen lassen sie eine Verwandtschaft zu mystisch-okkulten Werken ähnlichen Inhalts der ebenfalls in München lebenden Künstler Albert von Keller und Gabriel von Max erkennen. Wie diese ist Piglhein ein Maler des Übergangs, der von der Tradition der gründerzeitlichen Kunstauffassung ausgeht, um nach neuen Ansätzen zu suchen.