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Hirémy-Hirschl, Adolf

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Weibliche Studie (Hero und Leander)
Hirémy-Hirschl, Adolf

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Hirémy-Hirschl, Adolf

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Hirémy-Hirschl, Adolf

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Hirémy-Hirschl, Adolf

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Weibliche Aktstudien
Hirémy-Hirschl, Adolf

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Biografie

Adolf Hirémy-Hirschl

1860 Temesvar (Ungarn) – 1933 Rom

Bereits während seiner Studienzeit an der Wiener Akademie der bildenden Künste in Jahren 1874 bis 1882 spezialisierte sich Adolf Hirschl auf das Fach der Historienmalerei. Hierbei entwickelte er eine Vorliebe für genrehafte Szenen mit Bezügen zur römischen Antike, zu deren wichtigsten Beispielen die Gemälde „Abschied. Episode aus Hannibals Alpenübergang“ sowie „Einzug der Goten in Rom“ zählen. Letzteres brachte dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden, jedoch ambitionierten Künstler ein zweijähriges Rom-Stipendium ein, das ihn von 1882 bis 1884 in die Ewige Stadt führte. Die unmittelbare Begegnung mit der klassischen Welt sollte für Hirschl zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration werden.

Zurück in Wien schickte sich Hirschl – gleich vielen anderen Künstlern seiner Generation – an, die Nachfolge des im Herbst 1884 verstorbenen Erfolgsmalers Hans Makart anzutreten. Hierzu erweiterte er sein Repertoire um mythologische und christliche Themen, wobei eine Vorliebe für morbide Sujets mit erotischen Untertönen hervorsticht. Die Teilnahme an internationalen Kunstausstellungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Russland mit dramaturgisch brillant komponierten und maltechnisch perfekt umgesetzten Gemälden wie „Die Pest in Rom“, „Prometheus“ oder „Die Heilige Cäcilie“ machten Hirschl ab den späten 1880er Jahren schließlich auch außerhalb der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie bekannt. Zahlreiche Medaillen und Prämierungen belegen, dass er mit seiner an die Tradition der Tableaux Vivantes angelehnten und auf die Überwältigung des Betrachters angelegten Bildästhetik den Geschmack der Zeit traf. Den Zenit jener Schaffensphase markiert sein Monumentalgemälde „Die Seelen am Ufer des Acheron“, welches 1898 auf der großen Ausstellung des Wiener Künstlerhauses zum 50-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz-Josephs mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Auf dem Höhepunkt seines gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und künstlerischen Ansehens bereitete die Liaison mit der verheirateten Industriellentochter Isabella Ruston-Schön sowie die Geburt der gemeinsamen Tochter Maud Hirschls kometenhaftem Aufstieg Hirschls ein jähes Ende. Im Sommer 1898 heiratete das Paar nach protestantischem Ritus auf Helgoland und zog dauerhaft nach Rom. Dort gelang es dem Künstler, der 1899 die österreichische zugunsten der ungarischen Staatsbürgerschaft aufgab und sich fortan Hirémy-Hirschl nannte, trotz anhaltend hoher Schaffenskraft sowie allgemeiner Anerkennung unter deutsch-römischen Künstlerkollegen nicht, an die Erfolge der Wiener Jahre anzuknüpfen. Diesem Umstand sowie dem sich wandelnden Zeitgeschmack dürfte es geschuldet sein, dass sich sein Augenmerk zunehmend auf Motive aus dem eigenen privaten Umfeld sowie Studien nach der Natur richtete. Jener nur für einen kleinen Personenkreis bestimmte Werkkomplex bildet einen bemerkenswerten Gegenpol zum offiziellen Schaffen Hirémy-Hirschls, den die Außenwelt zu Lebzeiten vornehmlich als Schöpfer düsterer mythologischer Bilder mit endzeitlich-symbolistischen Anklängen kannte.

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